Presseartikel | Erste Neusser Senioren-WG
 
 
 

Die Menschen werden immer älter; sie bleiben immer länger fit.
Wissenschaftler haben errechnet, dass 2030 hierzulande mehr über 60-Jährige leben werden
als unter 60-Jährige. Die angehenden jungen Senioren suchen heute Lebensentwürfe für morgen.

Das Szenario: Die Kinder sind aus dem Haus.
Der Partner ist verstorben; die eigene Gesundheit angegriffen.
Die naheliegende Antwort mit einem Hauch der 68er-Generation: Gemeinsam alt werden!
Doch der schnellen Lösung folgt selten die Umsetzung.

Cornelia Conzen legte das Thema nicht zu den Akten.
Sie entwickelte das Konzept einer Wohngemeinschaft (WG), in der ältere Menschen zusammenleben.
Die dynamische Mitvierzigerin hat das Projekt soweit vorangetrieben, dass die Bewohner einziehen können.

Die Hauswirtschafterin ist bestellt; das Domizil repräsentativ: Das Haus Nummer 42 an der Drususallee.
Im „Haus Helene“ - benannt nach Helene Josten, die dort wohnte -
sind nach einer umfassenden Sanierung vier hochwertige Wohnungen entstanden.

Der neu gestaltete Garten sowie die im Erdgeschoss gelegenen, großzügigen Räume
(Wohn- und Esszimmer, Küche und Terrasse) sind zur gemeinsamen Nutzung bestimmt.
Alle Etagen, einschließlich des Kellers, sind mit einem Aufzug verbunden.

Ärzte aus der Nachbarschaft sind im Bedarfsfall für Hausbesuche verfügbar;
eine Physiotherapeutin bietet auf Wunsch im Haus Massage und Krankengymnastik an.

Nach eigenen Angaben haben sich bei der Bauherrin bereits zwölf Interessenten gemeldet.
In Einzelgesprächen soll nun die richtige Auswahl für die neue Wohngemeinschaft getroffen werden.
Start: 1. März 2007.

Deutschlands bekanntestes Mitglied einer Senioren-WG ist der
ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf (1995 bis 2005).
Der heute 68-Jährige zog bereits im Alter von 50 Jahren mit seiner Frau Luise in eine achtköpfige WG.

Seine Erfahrungen und seine Gedanken zum Alter schrieb er
in seinem viel beachteten Buch „Grau ist bunt - Was im Alter möglich ist“ nieder.

Cornelia Conzen, die als Mutter von vier Kindern nicht in diese WG strebt,
fand über Erfahrungen in ihrem persönlichen Umfeld zur Idee:
„Es geht uns allen letztlich doch darum, glücklich alt zu werden.“
Wichtig sei da die Gemeinschaft, damit Menschen nicht vereinsamen, wenn die Mobilität nachlässt.

Ihre Zielgruppe hat die Neusserin fest im Blick:
„Ältere Menschen, die sich kennen lernen wollen und Freude daran haben,
in Gemeinschaft zu wohnen, ohne auf ihre Privatsphäre verzichten zu müssen.“

Um ihr Konzept zu realisieren, holte sich Cornelia Conzen erfahrene Experten an die Seite.
Architekt Andreas Hopp mit Büro an der Erftstraße gestaltete das 1902 erbaute,
denkmalgeschützte Stadthaus sensibel um.

Es wurde vollständig saniert. Hopp ist mit dem Ergebnis zufrieden:
„Der ursprüngliche Charakter ist erhalten geblieben.“
Weiterer Partner ist der Kölner Rechtsanwalt Horst-Michael Ellmer,
der über seine Se-Le-Con GmbH die hauswirtschaftlichen Aktivitäten organisiert.

Drei Mahlzeiten werden täglich angeboten. Ellmer stellt aber klar:
„Wir bieten Service und kümmern uns um die Bewohner, aber wir sind kein Altersheim.“

Conzen und Ellmer fühlen sich durch die positive Resonanz in ihrem Vorhaben bestätigt.
Sollten sie „Haus Helene“ zum Erfolg führen, sollen weitere Projekte folgen.

Quelle: ngz-online | 24.11.2006
Text: Ludger Baten
Bilder: Andreas Woitschützke

 
 
 
 
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